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Auf Nachhaltigkeit gesetzt: Neue Handelsmarken stärken Olivenöl-Kleinbauern auf Lesbos

Insgesamt 19.000 Kleinbauern arbeiten auf der kleinen griechischen Insel Lesbos mit dem Produkt Olivenöl. Trotz dieser beachtlichen Anzahl fiel uns, die wir ebenfalls vor Ort eigene Olivenhaine für die Produktion unseres renommierten Jordan Olivenöls bewirtschaften, etwas Eklatantes auf: rund die Hälfte der Haine auf der Insel wurden nicht mehr kultiviert, lagen brach. Der Grund hierfür lag darin, dass viele Bauern keine Perspektive mehr im Olivenanbau gesehen hatten. Diese Perspektivlosigkeit und die vielen ungenutzten Haine waren der Katalysator für uns - die Familie Jordan - etwas zu unternehmen, um die Situation möglichst aller Kleinbauern auf Lesbos nachhaltig zu verbessern und die Zusammenarbeit zu fördern. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir nur mit einem Bruchteil, genauer gesagt mit 100 Bauernfamilien, zusammen gearbeitet, die nach unseren genauen Vorgaben für die Produktion des vielfach prämierten Jordan Olivenöls zuständig sind und im Gegenzug eine gesicherte Existenz bekommen.

Neben der Motivation, ein nachhaltiges Projekt für die Kleinbauern auf Lesbos ins Leben zu rufen, gab es im Laufe der letzten Jahre eine stark wachsende Nachfrage seitens vieler Gastronomen nach einem hochwertigen Olivenöl, das sich im Catering- und Bankettbereich einsetzen ließe. Beflügelt durch die Nachfrage der Gastronomen und das Interesse der griechischen Kleinbauern an einer Zusammenarbeit war nach vielen Produkttests und Qualitätschecks vor Ort das Olivenöl für die neuen Handelsmarken gefunden.

 

Qualität geht immer vor: was hinter den Handelsmarken steckt

 

Für die griechischen Kleinbauern bietet diese neue Kooperation viele Vorteile: neben einer gesicherten Mengenabnahme erhalten sie nun angemessene und stabile Preise für ihr Olivengut und sind nicht mehr der beliebigen und teilweise repressiven Preispolitik großer Abnehmer unterworfen. Mit den neuen Linien und Handelsprodukten bieten wir den zahlreichen Kleinbauern die Möglichkeit eines geregelten Absatzes. Zudem ist die Zusammenarbeit als langfristige Kooperation angelegt.

Auch wenn die Insel Lesbos die besten Voraussetzungen für die Kultivierung und Produktion von exzellentem Olivenöl hat, stellt sie als Herkunft allein leider noch kein Qualitätssiegel dar. Jeder einzelne Olivenbauer muss das Bewusstsein und Selbstverständnis haben, dass ein erstklassiges Produkt nur entstehen kann, wenn man mit hoher Sorgfalt arbeitet und perfekt mit der Natur und den Ressourcen umgeht. Wie auch bei unserem Jordan Olivenöl legen wir bei den neuen Handelsmarken allergrößten Wert auf höchste Qualität und korrekte Verarbeitung. Die strengen Richtlinien gelten für alle Kleinbauern gleichermaßen, unabhängig davon, welches Produkt sie für uns produzieren. Der Aufwand sowohl für die Qualitätskontrollen vor Ort, als auch für den umfangreichen Wissenstransfer ist groß. Der Zeitraum der Ernte muss genau überprüft und die Erntehelfer auf logistische Art und Weise unterstützt werden. Ebenfalls wichtig ist die sorgfältige Kontrolle der Grundstücke: ob ein regelmäßiger Baumschnitt gemacht, die Steinmauern für die Bewässerung in Stand gehalten und ausschließlich natürliche Düngemittel eingesetzt wurden.

Der Unterschied zwischen dem Jordan Olivenöl und den neuen Handels-Olivenölen liegt im Erntezeitpunkt und in der Zeitspanne der Verarbeitung. Während für Jordan Olivenöl die Oliven binnen 2-3 Wochen eingeholt und innerhalb von 6 Stunden weiterverarbeitet werden müssen, bleiben die Oliven für unsere Handelsprodukte etwas länger am Baum hängen und müssen erst innerhalb von 48 Stunden in der Ölmühle verarbeitet werden. Durch den geringeren Aufwand bei der Verarbeitung entstehen weniger Kosten, die sich nachher im Preis niederschlagen. Trotz dieser Unterschiede produzieren wir über unsere neuen Linien ausschließlich Produkte mit Qualitätsanspruch. Genauer gesagt, extra native Olivenöle, die bodenständig und von guter Qualität sind. Dadurch unterscheiden sich diese Öle von mindestens 95% der extra nativen Öle, die es auf dem Markt derzeit gibt und die fälschlicherweise als extra native Olivenöle bezeichnet werden. Unsere Handelsmarken sind echte, extra native Olivenöle, die eine sehr gute, preisgünstigere Alternative zu unserem Jordan Olivenöl bilden. Die Qualität zeigt sich schon allein am Fettsäuregehalt, der als wichtigster Qualitätsparameter gilt. Bei den Handelsmarken liegt der Fettsäuregehalt immer zwischen 0,5g und 0,8g, sprich im idealen Bereich für ein hochwertiges Olivenöl.

 

Unsere neuen Linien sind nicht nur im ausgewählten Handel erhältlich, sondern unter dem Namen Ligonari auch in unserem Webshop käuflich erwerbbar. Wir bieten Ligonari nicht nur als extra natives, sondern auch als natives Olivenöl an, wobei beide Produkte hochwertig produzierte Olivenöle mit geschützter Herkunftsbezeichnung sind. Es gibt nur einen Unterschied: Die Oliven für Ligonari nativ werden noch etwas später geerntet und verarbeitet. Es hat einen hohen Rauchpunkt, ist weder bitter noch unangenehm im Geschmack und wird von Köchen bevorzugt zum Braten eingesetzt. Unsere beiden Ligonari Olivenöle sind in keinster Weise mit industriell gefertigten Olivenölen vergleichbar, da sie weitaus hochwertiger sind.

Die auf Lesbos vorherrschende Handarbeit und Weiterverarbeitung in kleinen Manufakturen sowie das reiche Vorkommen an Oliven sorgen dafür, dass es unterschiedliche Qualitäten an Olivenöl gibt. Dies bot uns die Möglichkeit, etwas Nachhaltiges für die Insel Lesbos als auch für unser Unternehmen zu tun. Daher haben wir uns dazu entschieden, ab sofort auch hochwertige Olivenöle als Handelsprodukte zu produzieren.