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Olivenöl unterscheiden

Viele Faktoren spielen bei der Preisbildung eine Rolle. Das Gelände und die Lage der Olivenhaine beeinflussen Kosten und damit den Endverbraucherpreis erheblich. In terrassenförmigen Olivenhainen, wie denen der Familie Jordan auf der griechischen Insel Lesbos, ernten die Helfer überwiegend per Hand, da Fahrzeuge und mechanische Geräte nicht geländetauglich sind. Bis zu 80 Prozent der Kosten lassen sich auf den hohen personellen Aufwand während der Ernte und für die der Baumpflege zurückführen. Darüber hinaus variieren die Personalkosten zwischen den unterschiedlichen Erzeugerländern. Diese sind in Frankreich und Italien beispielsweise höher als in Griechenland. Neben der Erntemethode beeinflusst auch die Absatzmenge den Preis. Selbstständige Bauern mit kleinen Hainen produzieren zu höheren Kosten als Massenproduzenten. Bei letzteren landen oft unterschiedliche Jahrgänge und Überhänge aus dem gesamten Mittelmeerraum in einer Flasche, erkennbar an ungenauen und daher irreführenden Etikettenangaben und einem minderwertigemn und meist ranzigen Geschmack. Hochwertige Olivenöle werden dagegen nur aus ein oder zwei Sorten aus einem einzigen Anbaugebiet hergestellt. Um die beste Qualität zu erreichen, muss der Bauer die Oliven zudem zügig in die Ölmühle bringen. Der höhere logistische Aufwand schraubt den Preis ebenfalls nach oben. Massenproduzenten lassen Oliven meist mehrere Wochen -– im schlimmsten Fall Monate -– liegen, bevor sie weiterverarbeitet werden.

Ein gutes Beispiel dafür, welchen Einfluss Erntezeitpunkt und die Zeitspanne der Verarbeitung auf den späteren Preis des Olivenöls haben, sind unsere neuen Handelsmarken, die gleichzeitig ein nachhaltiges Projekt für viele Kleinbauern auf Lesbos bedeuten.